EURUSD oder USDCHF

Guten Abend liebe Trader,

noch hält sich der EURUSD an seinem 61.8er Fibonacci-Support, obgleich auch der eigentliche „Driver“, das negativ korreliert Währungspaar USDCHF sein dürfte.

Schafft es der sFr. nicht, seine relative Stärke im Risk-Off Geschehen ab zu geben, wird sich auch der EUR gegen den USD keine Blöße geben.

Ein Risk-Off, eine Realisierung von Wertpapieren und die vorläufige Flucht in Safe-Heave Währungen wie dem sFr. war noch vor wenigen Wochen aktuell. Die Situation hat sich wieder entschärft, durch Einigungen im Tarif-Streit zwischen den USA und China, sowie weiteren guten ökonomischen Kennzahlen aus den USA. Auch der Zwist zwischen dem Chairman der FED, Jerome Powell, und dem US-Präsidenten Donald Trump scheint vorüber zu sein. Die Fed bleibt moderat „Hike-ish“, die Börsen sind beruhigt und der Druck auf die Safe-Heaven Währungen sinkt wieder.

Hier also, könnte der sFr. weiter abwerten und dem USDCHF zu einem Breakout verhelfen. Der vorläufige Widerstand liegt bei R@1.015. In diesem Szenario könnte der EURUSD tatsächlich Parity erlangen.

FED Nachtrag

Hier das Statement im Originaltext.

https://www.federalreserve.gov/newsevents/pressreleases/monetary20190130c.htm

https://www.federalreserve.gov/mediacenter/files/FOMCpresconf20190130.pdf

„Balance Sheet normalization“ bedeutet ein „Quantitative Tightening“ (QT), also eine Reduktion der Geldmenge die laufend generiert wird.

Die wichtigste Aussage bleibt, dass die FED neben dem Leitzinssatz, vermehrt das QE bzw. QT als Instrument zur Implementierung ihrer Strategie einsetzen möchte. Hierbei wird neben, oder anstelle einer Zinssenkung das „Quantitative Easing“ (QE) zum Einsatz kommen. Hierbei handelt es sich eben umgekehrt zum QT, um eine Erhöhung der laufend generierten Geldmenge.

Auf den Dollar-Exchange zurückgeführt, gibt es Spielraum in beide Richtungen. Erst wenn der Kurs beginnt, die Strategie der FED zu gefährden (Arbeitsplätze, Preisstabilität) könnte dem USD die Puste ausgehen. Solange die Schwellenländer jedoch mit einem immer höherem Exchange gut zurechtkommen, und somit die Weltwirtschaft weiter prosperiert, kann der Dollar weiter aufwerten. Bald schon wird sich vermutlich eine verstärkt negative Korrelation zwischen S&P500 und dem Dollar-Exchange herauskristallisieren (ähnlich wie in Japan JPY vs. Nikkei-Index). Der Hintergrund ist dieser, dass sich nämlich bei einem schwächeren Dollar-Exchange, vermehrt ausländische Investoren mit US-Amerikanischen Papieren eindecken können.