
Kaffee&Kuchen Sonntag,
die FED hiked um 50 Basispunkte auf 4.5%. Powell stellt in der folgenden Pressekonferenz klar, dass es bei den derzeitigen Debatten um die Geschwindigkeit der Leitzinsänderungen gehe und man bislang nicht die Dauer als Hauptvariable betrachte.
Das Inflationsziel läge zwei Jahre in der Zukunft, so also sähe man im Jahr 2025 den Leitzinssatz bei knapp über 5.0%. Neben der Geldpolitischen Straffung mittels des Leitzinssatzes, ist des Weiteren eine Verknappung des Geldumlaufs durch eine Reduktion des Balance-Sheet vorgesehen.
Auf der geldpolitischen Lagebeurteilung vom 15. Dezember 2022 gab der SNB-Vorstandsstab rund um Thomas Jordan, eine weitere Leitzinsanhebung um 50 Basispunkte auf nunmehr 1% bekannt.
Herr Martin Schlegel von der SNB berichtet von einer sinkenden Nachfrage nach Bargeldnoten hoher Stückelung, wie die der 200- und 1000-er sFr. Geldscheine. Diese seien in Zeiten von Krisen besonders gefragt und gerade in den zurückliegenden Jahren, bedingt durch die Finanzkrise, Covid-Pandemie und Inflationsängsten überdurchschnittliche stark nachgefragt. So führt Herr Schlegel aus, dass seit der Finanzkrise 2008 bis heute der Bargeldumlauf des Franken mehr als doppelt so stark gestiegen sei, als wie dies die zwei vorhergehenden Jahrzehnte der Fall gewesen war. Die nun sinkende Nachfrage sieht die SNB in der steigenden „Bonus“-Verzinsung von Geldeinlagen begründet.
Dahinzu führe auch der nun erhöhte Leitzinssatz in der Schweiz und andernorts zu einer merklichen Eindämmung der Inflationsspirale. Nicht nur Thomas Jordan weist ausdrücklich auf die Gefahr eine Lohn-Preisspirale hin, sondern in der Folge auch der Vorsitz der britischen Zentralbank, Andrew Bailey.
Andrew wiederum erhöht, ebenfalls am 15. Dezember, 50 Basispunkte auf nunmehr 3.50%, wobei er offenkundige Andeutungen in Hinblick der Finanz-Krise auf dem britischen Bondmarkt macht.
Die Rede ist von „pooled“-Funds, so genannte Ableger der „resilient“-Funds und Banken, welche mit zu hohem Risiko und unbesicherten Assets handeln würden. Die voran benannten Valuta betreffen weniger als 20% der in dieser Sparte gehandelten Instrumente, aber dies hatte ausgereicht, um die Turbulenzen am britischen Bondmarkt zu begründen.
Es seien laut Bailey regulatorische Maßnahmen in Arbeit, um die Finanzmarkt-Stabilität in den betreffenden Bereichen zu erhöhen. Das „Bread for Death“, ein sarkastischer Bankerjargon für äußerst hoch gehebelte Finanzprodukte, würde zunehmend zu einer Gefahr auf den globalen Finanzmärkten. Bailey notiert aber, umfassende regulatorische Maßnahmen würden von „slow moving animals“, also den langsamen gesetzgebenden Mühlen durchgesetzt. Somit werden diese (regulatorischen Maßnahmen) sich erst zeitlich verzögert bemerkbar machen. In Hinblick auf nicht regulierte Märkte außerhalb des Bankensektors bezeichnete er explizit „Crypto-Assets“ als einen Risikomarkt. Ein Investment in Crypto-Assets, würde eine hohe Bereitschaft Verluste hinzunehmen voraussetzen.
Christine Lagarde, Vorsitzende der europäischen Zentralbank wehrte sich bei der Bekanntgabe der nächsten Leitzinserhöhung um 50 Basispunkte (aktuell 2.5%) gegen ein „Pivotieren“ im Schatten der Federal Reserve. Man habe im Gegensatz zu den USA (und Japan) unverhältnismäßig mehr Spielraum, um die Preisstabilität in die gewünschte Bandbreite zu navigieren.
Christines‘ Brosche stellt kein F-Tilte dar (sonderbarer Humor), mag dagegen Zeichen einer Zivilisation auf Harok sein (Harokaner verehren das Licht als heilig).
Die Akzeptanz und Verbreitung des US-Dollars ist prinzipiell auf ein übermächtiges Militär zurückzuführen. Die hyperinflationäre Bilanz der Japaner ließe sich auf einen strikten, despotischen Banken-Keynesianismus reduzieren.
Das Credo des europäischen Staatenbundes, „Nie wieder Krieg auf europäischem Boden“, verpflichtet die derzeit stärksten und am weitesten entwickelten Demokratien der Welt, Vorbild zu sein. Europa möchte so weit, wie bei Betrachtung seiner geschichtlichen Verantwortung möglich, mithilfe von Diplomatie Frieden und die soziale Marktwirtschaft stärken.
Italien verhindert eine europäische Bankenunion. Christine fordert von der italienischen Regierung eine rasche Aufgabe ihrer Blockade entgegen der Ratifizierung einer EU-Bankenunion. Italien aber, inmitten eines politischen Irrflugs in dünner Luft (Bankenwesen, Staatsverschuldung, provisorische Regierungen), gärt gerade etwas Größeres aus. Italien bandelt mit den Chinesen und profitiert von einer Art Seidenstraße über das Mittelmeer. Ein Containerhafen bezahlt und realisiert durch chinesische Firmen auf italienischem Territorium, ist ursächlich dem erstarkenden Neofaschismus, dem italienischen Nationalismus 2.Grades. Auch die USA mittels voran dem Privatgeheimdienst „Stratfor“, sieht keinen Segen in einem geeinten Europa. Man verlässt sich doch lieber auf handhabbare Einzelstaaten im unterstellten NATO-Verbund.
Eine weitere Größe macht die Italiener zum Feind der EU-Bankenunion. Der französische Präsident Emmanuel Macron sieht zusammen mit dem ehemaligen ECB-Vorsitz und italienischen Interim-Präsidenten, Mario Draghi, die Neuverschuldungsgrenze als obsolet an.
Dieser Kakophonie nicht genug, ereignen sich wichtige Ereignisse auf südamerikanischem Boden. Der peruanische Präsident, Pedro Castillo sitzt in U-Haft. Nach seiner Amtsenthebung wegen Hochverrats fordert die Bevölkerung mit Demonstrationen und Protesten seine Freilassung und vorgezogene Neuwahlen. Es ist eine gefährliche Situation für die Demonstranten, so sieht es nach dem Protokoll aus, als würden sie nicht ihre Demokratie verteidigen, sondern im Gegenteil gar versuchen, diese zu putschen.
Ein solches Wirrwarr, ein demokratisches „False/True“, ist womöglich von der Opposition beabsichtigt, um die Bevölkerung legitimerweise mit Notstandsgesetzen unter Kontrolle bringen zu dürfen. Die Lage der peruanischen Arbeiterschaft wird womöglich nicht von der Situation in Ost-Europa zu trennen sein. Sogenannte „Kaviar-Linke“ sehen diese Entwicklungen mitunter als Rechtfertigung ihrer eigenen geostrategischen Zielbilder. Die Systemfrage wird gerade wieder salonfähig.
Entschuldige diesen Umschweif in die Welt der Politik und Parteilichkeit, aber ich denke an dieser Stelle für den ein oder die andere ein nötiger „Denkanstoß“, eine willkommene Denkpause vom Facility Deposit Rate Finanz Data Crunching.
Und nein, ein höherer Leitzins bedeutet nicht automatisch (sondern gar widersprüchlich) eine höhere Bonusverzinsung! Ein höherer Einlagenzins soll Gelder im Umlauf (auf Bankkonten) binden und somit die Inflation mittelfristig untergraben.
Weitere Details und Ausblick auf den Exchange wie immer für Premium-Mitglieder.
Bünyamin
Goody Traders,
On December 14-2022, the Fed raised interest rates by 50 basis points to 4.5%. In the subsequent press conference, Powell made it clear that the current debates are about the speed of interest rate changes and that duration is not yet seen as the main variable.
The inflation target schedule beeing two years in the future, so the policy rate could be just over 5.0% in 2025.
In addition to the tightening of monetary policy through the key interest rate, there is also a shortage of money in circulation due to a reduction in balance sheets.
At the monetary policy assessment of December 15-2022, the Board of Directors of the SNB, headed by Thomas Jordan, announced a further increase in the key interest rate by 50 basis points to 1%.
Mr Martin Schlegel from the SNB reports a falling demand for banknotes in large denominations such as 200 and 1000 sFr. banknotes. These are particularly in demand in times of crisis, especially in recent years, due to the 2008 financial crisis and the most recent Covid pandemic, there has been above-average demand. Mr. Schlegel explains that since the 2008 financial crisis, the value of cash in circulation in Swiss francs has increased more than twice as much as in the previous two decades. The SNB now sees the declining demand as a result of the rising „bonus“ interest rates on bank account deposits.
Furthermore, the now higher key interest rate in Switzerland and elsewhere is leading to a noticeable containment of the spiral of inflation. Not only Thomas Jordan expressly points out the danger of a wage-price spiral, but also the Chairman of the British Central Bank, Andrew Bailey.
Andrew, in turn, raised the interest rate by 50 basis points to 3.50%, also on December 15th, making clear references to the financial crisis in the UK bond market
We are talking about „pooled“ funds, so-called offshoots of „resilient“ funds and banks, which would trade significantly more risky with unsecured assets. The monetary value mentioned above affects less than 20% of the instruments traded in this segment, but that was still enough to explain the turmoil in the UK bond market.
According to Bailey, regulatory measures to increase financial market stability in the areas mentioned are in the works. The „bread for death“, a sarcastic banker’s jargon for extremely highly leveraged financial products, would increasingly become a danger on global financial markets. However, Bailey pointed out that regulatory action would be enforced by “slow animals,” ie, the slow legislative mills. This means that these (regulatory measures) will only take effect after a delay. Referring to unregulated markets outside of the banking sector, he specifically called “crypto assets” a very risky market. An investment in crypto assets would require a high willingness to make losses.
Christine Lagarde, Chair of the European Central Bank, highlighted not pivoting in the shadow of the Federal Reserve as she just revealed the next 50 basis point rate hike (currently 2.5%). In contrast to the USA (and Japan), there is much more leeway to navigate price stability into the desired range.
Christine’s brooch does not represent F-tilts (weird humor) but might be a sign of civilization on Harok (imaginery Harokans worship the light as sacred).
The US dollar’s acceptance and proliferation is largely due to an overpowering military. The hyperinflationary balance sheet of the Japanese could be reduced to harsh, despotic Bank Keynesianism.
The credo of the European confederation of states „Never again war on European soil“ obliges the currently strongest and most developed democracies in the world to set an example. Europe wants to use diplomacy to strengthen peace and the social market economy as far as possible in light of its own historical failures.
Italy is preventing a European banking union. Christine calls on the Italian government to quickly end its blockade against the ratification of an EU banking union. But Italy is brewing something bigger in the midst of a political odyssey in the void (banks, sovereign debt, provisional governments). Italy links up with the Chinese and benefits from a kind of Silk Road across the Mediterranean. A container port on Italian territory paid for and realized by Chinese companies is the cause of the growing self-confidence, Italian high-of-mind nationalism. Even the USA, by means of the private secret service „Stratfor“, sees no blessing in a united Europe. One prefers to rely on manageable individual states in the subordinate NATO association.
Another variable makes the Italians an enemy of the EU banking union. French President Emmanuel Macron, together with former ECB chairman and Italian long lasting interim president Mario Draghi, sees the EU new credit borrowing limit as obsolete.
Not enough of this cacophony, important events take place on South American soil. Peruvian President Pedro Castillo is in custody. After he was removed from office for high treason, the population held demonstrations and protests to demand his release and early elections. It is a dangerous situation for the demonstrators, according to the protocol it looks as if they are not defending their democracy but, on the contrary, are even trying to overthrow it.
Such a muddle, a democratic “false/true”, is possibly intended by the opposition in order to be able to legitimately bring the population under control with emergency legislation. The situation of the Peruvian working class will probably be inseparable from the situation in Eastern Europe. So-called „caviar leftists“ sometimes see these developments as justification for their own geostrategic goals. The system in question debate is becoming socially acceptable again.
Sorry for this digression into the world of politics and partisanship, but I think at this point a necessary „food for thought“ for one or the other, a welcome pause from facility deposit rate financial data crunching.
And no, a higher key interest rate does not automatically mean (rather contradictory) a higher bonus interest rate!
More details and my outlook on the Foreign Exchange as always for Premium Members.
Sincerely Yours, Ben







„decided to reduce the monthly pace of its net asset purchases by $20 billion for Treasury securities and $10 billion for agency mortgage-backed securities“ [FED 2021年12月15日]
„decided to reduce the monthly pace of its net asset purchases by $20 billion for Treasury securities and $10 billion for agency mortgage-backed securities“ [FED op 15 december 2021]
„decided to reduce the monthly pace of its net asset purchases by $20 billion for Treasury securities and $10 billion for agency mortgage-backed securities“ [FED 15 Aralık 2021’de]





